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15. April 2013

Pelletboom bei Tourismus und Gewerbe

Die Nutzung von Holzpellets als Alternative zu Heizöl boomt in ganz Europa. Ursache dafür ist die Wirtschaftlichkeit des biogenen Energieträgers: Holzpellets kosten in Österreich derzeit nur halb so viel wie Heizöl extraleicht. Von den Wachstumsraten, die in diesem Sektor derzeit erzielt werden, können andere Branchen nur träumen. Bei Heizkesseln über 50 kW Leistung wurde laut dem Verein Österreichischer Kesselhersteller  im vergangenen Jahr ein Zuwachs der installierten Leistung gegenüber dem Vorjahr von 50% erzielt. Besonders erfolgreich zeigt sich die moderne umweltfreundliche Heizform im Tourismus, Gewerbe und im genossenschaftlichen Wohnbau.

Neben den niedrigen Kosten sprechen die einfache Handhabung, die hohe Betriebssicherheit und der geringe Platzbedarf für Pellets. Auch die Tatsache, dass der Wettbewerb zwischen zahlreichen Händler und Produzenten eine prompte und kostengünstige Belieferung sichert, hat zum Erfolg des neuen Brennstoffs bei gewerblichen Nutzern beigetragen. Für Tourismusbetriebe ist auch der positive ökologische Aspekt der Pelletheizung ein Pluspunkt.

Ursache

Die Ursache für den Boom liegt bei den vergleichsweise niedrigen Investitionskosten für Kessel höherer Leistung. Müssen Haushalte mit Investitionen von bis zu 1600€/kW rechnen, reduzieren sich die spezifischen Investitionskosten eines 100 kW Kessels auf rund 400€ /kW und sinken bei noch größeren Leistungen noch weiter ab.

Die hohe Kostendegression ist sowohl auf die sinkenden spezifischen Kosten der Heizkessel zurückzuführen, als auch darauf, dass Zusatzkosten wie Kaminkosten oder Installationskosten nur geringfügig mit der Größe der Anlage steigen. Entsprechend rasch amortisieren sich die Anlagen. Betrachtet man beispielsweise einen Heizkessel mit 300 kW in einem mittleren Hotel, so ergibt sich – je nach Nutzung (Wellnessbereich!) – bei Investitionskosten von rund 90.000€ im Vergleich zu Heizöl extraleicht eine jährliche Einsparung bei den Brennstoffkosten von 25.000 – 30.000€.

Holzpellets werden weltweit eingesetzt und produziert

Wer auf Holzpellets setzt wählt kein Nischenprodukt, das nur von wenigen heimischen Herstellern geliefert werden kann sondern einen neuen Energieträger, der weltweit produziert und international gehandelt wird. Die europäische Pelletproduktion stieg zwischen 2005 und 2010 von 2,5 Millionen Tonnen auf über 9 Millionen Tonnen. Die weltweite Produktion lag 2010 bei rund 15 Millionen Tonnen und wächst rasant weiter. Der Hauptmarkt für Pellets liegt nach wie vor in Europa, wo diese einerseits als Brennstoff in Heizungen, andererseits auch als Ersatz für Kohle in Kraftwerken eingesetzt werden. Österreich zählt zu den größten Pelletproduzenten in Europa und wird 2013 über 900.000t produzieren. Die heimische Produktion wird damit heuer etwa auf der selben Höhe liegen wie der erwartete heimische Verbrauch.

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