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23. September 2014

Österreich vom Klimawandel besonders betroffen

Während die weltweite Durchschnittstemperatur seit 1880 um knapp ein Grad angestiegen ist, ist es in Österreich bereits um zwei Grad wärmer geworden. Bleiben wirksame Klimaschutzmaßnahmen weiterhin aus, so wird die Temperatur bis Ende des Jahrhunderts um 3,5 Grad ansteigen. Eine weitere Zunahme von Extremwetterereignissen und Auswirkungen auf Landwirtschaft, Tourismus, Biodiversität und das Gesundheitssystem seien damit zu erwarten.

Jahresmitteltemperatur

Der erhöhte Anstieg der Temperaturen ist vor allem für die Zeit ab 1980 beobachtbar. In dieser Zeit steht einem globalen Temperaturanstieg von 0,5°C ein Anstieg in Österreich von 1°C gegenüber.
Temperaturextreme haben sich markant verändert, und im 21. Jahrhundert werden sich Hitzewellen häufen, aber auch starke und extreme Niederschläge.

Zu diesen alarmierenden Schlüssen kamen die 240 Wissenschaftler nach dreijähriger Forschungstätigkeit. Die steigenden THG-Emissionen sind als Ursache benannt. Östereich ist seiner Verpflichtung zur Reduktion der THG-Emissionen nicht nachgekommen, hat das durch einen teuren Zukauf von Emissionsrechten abgegolten. Im Bereich erneuerbarer Energie und Energieeffizienz würdigt der Bericht aber Österreichs Bemühungen.

Eine forcierte Umstellung des Energiesystems auf erneuerbare Energieträger ist daher ein Gebot der Stunde. Die bevorstehende Steuerreform sollte auch dem Klimaschutz Rechnung tragen.

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