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4. November 2016

Weichenstellung für die Zukunft – der weltweite Klimavertrag wird verbindlich

Es ist ein historisches Ereignis, das am 4. November 2016 stattfindet. Nach den vergleichsweise geringen Verpflichtungen zur Verringerung von Treibhausgasemissionen im Kyoto-Protokoll ist auf der Weltklimakonferenz in Paris Ende letzten Jahres eine globale Nachfolgeregelung beschlossen worden.

Deren Prämisse: Bis 2030 müssen CO2-Emissionen im Vergleich zum Jahr 1990 um mindestens 40 Prozent reduziert werden. Erstmals in der Geschichte wird dieser Weltklimavertrag – mit 4. 11. 2016 – global verbindlich sein.

Rascher Ratifizierungsprozess

Damit das Abkommen völkerrechtlich bindend werden konnte, mussten 55 Staaten, die für mindestens 55 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich zeichnen, den Vertrag anerkennen. Dieser Ratifizierungsprozess durch die Vertragsparteien ging unerwartet schnell – verglichen mit Kyoto 1997, als zwischen Verabschiedung und Unterzeichnung des Abkommens ganze acht Jahre vergingen.
Die rasche Zustimmung der Teilnehmerstaaten wird allgemein als positives Zeichen gesehen und scheint zu zeigen, dass die Realität des Klimawandels bei allen Verantwortlichen angekommen ist. Im September 2016 hat auch Indien – nach den USA und China drittgrößter CO2-Emittent – den Klimavertrag unterzeichnet.

Finanzierung noch zu klären

Ein wichtiger Punkt bei den Gesprächen in Marrakesch wird die Frage der Finanzierung sein. Ab 2020 soll es jährliche Zahlungen von rund 100 Milliarden US-Dollar an Entwicklungsländer geben, um potente Maßnahmen gegen den Klimawandel in strukturell schwachen Gebieten finanzieren zu können. In Marrakesch soll nun über die Verwaltung und Verteilung dieser Gelder entschieden werden. Generell erwarten sich Experten von der 22. Weltklimakonferenz in Marokko mehr Klarheit über konkrete Schritte und Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele.

Positive Reaktionen aus Österreich

Während Umweltminister Andrä Rupprechter das überraschend schnelle Inkrafttreten des Pariser Abkommens lobt und darin eine gute Basis für ernsthafte Umsetzungsverhandlungen sieht, erwartet Global 2000-Energiesprecher Johannes Wahlmüller nach der Ratifizierung ein geändertes Setting bei der 22. Weltklimakonferenz 2016 in Marrakesch. Beide sind sich einig: Das Abkommen von Paris ist ein großer Erfolg auf dem Weg zur Energiewende.

Die wichtigsten Ziele sind nach dem Abkommen von Paris festgelegt – der Weg dorthin jedoch ist noch offen und wird in der heurigen Klimakonferenz zu verhandeln sein.
Wir von proPellets sehen in diesem bindenden Abkommen eine große Chance und die Verpflichtung für Österreich – als eine der ersten Nationen, die den Vertrag in Paris unterzeichnete – konkrete Maßnahmen für eine Dekarbonisierung des Energiesektors zu setzen. Damit die ambitionierten Ziele nicht nur auf dem Papier erreicht werden.

 

 

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