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1. Februar 2017

Mitteleuropäische Biomassekonferenz

Vom 18. bis 20. Jänner fand eine der international bedeutendsten Konferenzen im Bereich Bioenergie in Graz statt. Über 1.000 Personen aus 40 Ländern nahmen an der Veranstaltung teil. Gut besucht und mit ausgezeichneten Referenten besetzt war auch der „Central European Pellets Day“. Einen Auszug der wichtigsten Aussagen der Konferenz:

  1. Der Industriepelletmarkt in Europa wird bis 2020 ein rasantes Wachstum erleben. Der Einsatz von Pellets in Heizkraftwerken soll in diesem Zeitraum von derzeit rund 8 Millionen Tonnen auf rund 18 Millionen Tonnen steigen. Diese Prognose beruht auf bereits genehmigten und finanzierten Projekten, überwiegend in Dänemark, den Niederlanden und England.
  2. Die Pelletproduktion in Osteuropa hat enorm an Fahrt gewonnen. So produzieren die Staaten des ehemaligen Jugoslawiens bereits 1,1 Mio. Tonnen Pellets, die Ukraine produziert bereits 1,3 Mio. Tonnen Pellets (allerdings vorwiegend Agrarpellets) und die drei baltischen Länder produzieren zusammen 3 Millionen Tonnen. Russland ist mit über 2 Mio. Tonnen Produktion zum größten europäischen Produzenten aufgestiegen.     Mehr zu Osteuropa
  3. Großes Interesse am Thema Pellets kommt jetzt auch aus Afrika, wo dringend Ersatzbrennstoffe für Holzkohle und Brennholz benötigt werden, deren Verbrauch zu dramatischer Entwaldung führt und immer schwerer zu decken ist. Pellets aus Stroh und anderen landwirtschaftlichen Reststoffen, in effizienten Kochherden eingesetzt könnten die Lösung sein. Österreichische Unternehmen sollen Technologie und Know how beisteuern.

Eine vollständige Themensammlung ist auf der Website der mitteleuropäischen Biomassekonferenz zu finden.

Alle Präsentationen sind hier downloadbar.

 

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