Presseaussendungen

Rakos neuerlich zum Präsidenten des Europäischen Pelletverbandes gewählt

Am Freitag, 15. November 2013 wurde Dr. Christian
Rakos, Geschäftsführer von proPellets Austria neuerlich zum
Präsidenten des Europäischen Pelletdachverbands gewählt. Das European Pellet Council EPC ist die Kommunikationsplattform und
Interessensvertretung der Europäischen Pelletwirtschaft. Seine
Mitglieder sind die nationalen Pellet- Interessensverbände. Neben 17
europäischen Verbänden sind auch drei US amerikanische Verbände, der
kanadische Verband sowie der japanische Pelletverband Mitglieder des
European Pellet Councils.

Dieses wurde im Jahr 2010 mit dem Ziel gegründet, die Zusammenarbeit der Interessensverbände zu vertiefen und die Interessen der Pelletwirtschaft in Brüssel gegenüber den europäischen Institutionen zu vertreten.

Das wichtigste erste Projekt des Dachverbands war die Etablierung
eines EU weit einheitlichen Qualitätssiegels. In der Vergangenheit
waren zahlreiche unterschiedliche nationale Qualitätssiegel für
Pellets in Gebrauch. Für einen Energieträger, der eine zunehmend
internationale Bedeutung hat eine untragbare Situation. Rakos: „Der
Erfolg des von uns entwickelten Qualitätssiegels ENplus hat uns
selbst überrascht. Innerhalb von nur 3 Jahren ist mehr als die Hälfte
der europäischen Pelletproduktion ENplus zertifiziert. Dieses System
wird inzwischen von Produzenten in 23 Ländern genutzt. Das Ergebnis
unserer Bemühungen ist, dass eine einheitlich hohe Pelletqualität und
ein hohes Maß an Versorgungssicherheit inzwischen selbstverständlich
ist.“

Seine wichtigsten Aufgaben in der neuen Funktionsperiode sieht
Rakos in der politischen Interessensvertretung: „Leider spüren wir
mit der wachsenden Bedeutung von Holzpellets als Energieträger auch
ein zunehmend intensives Lobbying der Vertreter fossiler und
nuklearer Energieformen. Diskret, aber effektiv versucht man, sich
der neuen Konkurrenz durch geschicktes Lobbying zu entledigen. Wir
müssen uns deshalb in politischen Entscheidungsprozessen verstärkt
Gehör verschaffen und darauf achten, dass wir nicht überrumpelt
werden. Positiv ist, dass die Europäische Union sich sukzessive der
Tatsache bewusst wird, dass die Energiewende nicht nur bei der
Stromerzeugung, sondern auch bei der Versorgung mit Wärme notwendig
ist. Der besondere Vorteil erneuerbarer Wärme liegt darin, dass diese
schon heute weitgehend wirtschaftlich wettbewerbsfähig ist. Daraus
erklärt sich auch das rasche Marktwachstum unserer Branche.“

Dass er zum zweiten Mal zum Präsidenten des Europäischen Verbands
gewählt wurde, führt Rakos auf die Pionierrolle der heimischen
Pelletwirtschaft zurück. „Österreich war das erste Land in Europa, in
dem Holzpellets als Brennstoff für den Endkonsumenten eingeführt
wurden. Nirgends ist die Marktentwicklung soweit fortgeschritten.
Deswegen verfügen wir auch über Erfahrungen, die für andere Märkte
wertvoll sind. Dazu kommt, dass heimische Pelletkesselhersteller in
ganz Europa eine dominierende Rolle spielen – auf Grund ihrer
sicheren Funktion, ihres hohen Komforts und ihrer niedrigen
Emissionswerte. Österreich zählt darüberhinaus mit der Produktion von
über 900.000 Tonnen Pellets auch zu den größten Pelletproduzenten
Europas.“