News

23. Februar 2017

Weniger Feinstaubemissionen durch Umstieg auf Pelletheizungen

In der Diskussion um umweltfreundliches Heizen wird von Kritikern immer wieder als Argument gegen Biomasse deren angeblich hohe Feinstaubemissionen ins Feld geführt. Meldungen zu überhöhten Feinstaubwerten in Städten wie Graz und Wien dienen der Ölwirtschaft als scheinbarer Beweis, dass alle Holzheizungen die Atemluft verpesten. Die Wahrheit ist das allerdings nicht – die ist nämlich etwas komplizierter.

Feinstaub durch veraltete Heizgeräte

Bei jedem Verbrennungsvorgang kann Feinstaub entstehen. Wie viel, das hängt nicht nur davon ab, was verbrannt wird, sondern auch unter welchen Bedingungen die Verbrennung stattfindet. Moderne Pelletheizungen zeichnen sich durch minimale Feinstaubemissionen aus, die sich durch den homogenen und genormten Brennstoff und den vollständigen Verbrennungsprozess bis fast an die Nachweisbarkeitsgrenze reduzieren lassen. Eine Studie des Landes Vorarlberg zeigte, dass Holzheizungen, die automatisch befeuert werden, ein wesentlich geringeres Feinstaubpotential aufweisen als händisch bestückte Heizungen. Problematisch ist die Feinstaubbelastung tatsächlich bei überalterten und ineffizienten Festbrennstoffkesseln oder bei Heizungen, die schlecht oder nicht gewartet werden. Pelletheizungen dagegen sind ein probates Mittel zur Reduktion der Feinstaubbelastung – dann nämlich, wenn Haushalte ihren alten Heizkessel gegen ein Pelletheizgerät austauschen.

Minimale Emissionen von Pelletheizungen

Der geringe Emissionsgrad von Pelletheizungen ist durch Forschung und Statistik belegbar. Eine Studie des Forschungszentrums Bioenergy 2020+ hat zudem ermittelt, dass „aufgrund der hoch entwickelten und elektronisch kontrollierten Verbrennungstechnologie der Feinstaub, der aus Pelletheizungen emittiert wird, weniger als 1 % Ruß enthält. Emittiert werden in erster Linie Calciumkarbonat (Kalkstein) sowie Kaliumchlorid und Kaliumsulfat – Substanzen, die im Körper in großen Mengen vorkommen, die leicht wasserlöslich sind und sich daher nicht dauerhaft in der Lunge ablagern können.“

Heizen mit Pellets ist also nicht die Ursache, sondern vielmehr eine mögliche Lösung für die Feinstaubproblematik in Österreich.

Facebooktwittergoogle_pluslinkedin

Weitere News