Energiebilanz von Holzpellets

Holzpellets sind gebündelte Energie: 1 Kilogramm Pellets enthält rund 4,9 kWh. Zwei Tonnen Pellets entsprechen somit ca. 1.000 Litern Heizöl.

Energiebilanz

Wie man in folgender Grafik gut sehen kann, entsteht der höchste Energiebedarf im Herstellungsprozess von Pellets bei der Trocknung der Sägespäne. Darauf folgt der Energiebedarf, der für den Produktionsprozess selbst nötig ist, z.B. der Stromverbrauch der Pelletpressen, der Kühler usw. 

Einen sehr geringen Anteil am gesamten nötigen Energieaufwand nimmt der Transport ein. Geht man von einer Transportdistanz von 100 Kilometern vom Pelletwerk bis zum Endverbraucher aus, wird für den Transport nur etwa 1% der Energie benötigt, die in den Pellets steckt.

 
Primärenergieaufwand für die Pelletbereitstellung und Energieinhalt der Pellets
Quelle: Erhebungen von acht Pelletierwerken in Österreich

Die ausgezeichnete Ökobilanz der heimischen Pelletproduktion ergibt sich aus zwei Faktoren:

  1. Der Energiebedarf für die Trocknung der Pellets wird in fast allen Werken durch die Verwendung von Holzabfällen (vor allem Rinde) zur Wärmegewinnung abgedeckt. Diese Energie ist daher CO2-neutral.
  2. Der Stromeinsatz der heimischen Pelletierer wird zu einem guten Teil aus Wasserkraft generiert – dadurch fallen auch hier nur geringe CO2-Emissionen an.

 
Das Resultat: Pro Tonne Pellets fallen bei den heimischen Pelletproduzenten im Durchschnitt nur 30 Kilogramm CO2 an. Gegenüber der Verwendung von Heizöl kommt es zu einer Reduktion der CO2-Emissionen um 97,7%.

2009/2010 förderte klima:aktiv die Studie „Energie- und CO2-Bilanz der Pelletproduktion“ (PDF) von Bioenergy 2020+.

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