Presseaussendungen

TU Wien Studie widerspricht Berechnungen der Energieagentur: Fossile Heizungen sind kostspieliger und stellen ein finanzielles Risiko dar!

Die heute präsentierte Studie der TU-Wien zeigt einen Heizkostenvergleich, der auf realistischeren Annahmen beruht, als der gestern präsentierte Heizkostenvergleich der Austrian Energy Agency. Die Ergebnisse weisen deutliche Unterschiede auf.

16. November 2017

Christian Rakos, Geschäftsführer von proPellets Austria: „Die Energie Agentur stellt seit Jahren Heizkostenvergleiche an, die auf unrealistischen Annahmen beruhen. Sie stellt auf diese Weise Erdgas und Heizöl in einem besseren Licht dar. Dies trotz wiederholter Kritik heimischer Unternehmen, die einen fairen Vergleich auf Basis tatsächlicher Kosten einfordern. Die Studie der TU Wien zeigt, dass die vermeintlichen Kostenvorteile fossiler Heizsysteme, die von der Energie Agentur immer wieder betont werden eine Fiktion sind. Fossile Heizformen stellen in keiner der von der TU untersuchten Fälle die kostengünstigste Variante dar und sind überdies durch ein erhebliches finanzielles Risiko charakterisiert, das die TU erstmals auch analysiert hat“.  

Seitens der Pelletwirtschaft ebenso wie seitens der Hersteller von Wärmepumpen wird seit Jahren kritisiert, dass die Energie Agentur bei der Berechnung der Wartungskosten der erneuerbaren Heizsysteme Annahmen verwendet, die auf einer unrealistischen Norm beruhen und in keiner Weise der Praxis entsprechen. Auf diese Weise erscheinen erneuerbare Heizsysteme deutlich kostspieliger, als sie es in der Praxis sind.  

Auch die Annahmen der Energieagentur über den Energieverbrauch der betrachteten Referenzgebäude sind zu hinterfragen. Mit 118m2 geht die Energieagentur von einem sehr kleinen Referenzgebäude aus. Die TU nimmt realistischer 150m2 an. Noch größer ist der Unterschied bei der Annahme des spezifischen Energieverbrauchs. Der von der TU Wien angenommene Verbrauch für ein saniertes Einfamilienhaus liegt um 66% höher, als das der Energieagentur und leitet sich vom tatsächlichen Energieverbrauch sanierter Einfamilienhäuser ab. Die Annahme eines geringen Heizenergieverbrauchs führt zu einer besseren Bewertung von Heizsystemen, die niedrige Investitionskosten aber hohe laufende Kosten aufwiesen, wie die Gasheizung. Diese führt aus diesem Grund auch den Heizkostenvergleich der Energieagentur als kostengünstigstes Heizsystem an. Benachteiligt werden durch solche Annahmen Heizsysteme wie Pelletheizungen oder Wärmepumpen, die wesentlich niedrigere laufende Kosten, aber höhere Investitionskosten aufweisen.  

Rakos setzt fort: „Wieso die Energieagentur die Annahmen ihres Heizkostenvergleichs so setzt, dass Heizungen auf Basis erneuerbarer Energie als kostspieliger dargestellt werden, ist mir nicht verständlich. Bezeichnend ist, dass sich auch Energiekonzerne von Weltrang entschieden haben, in Zukunft voll auf erneuerbare Energie zu setzen. Allein diese Tatsache zeigt, dass die Behauptung, fossile Energie sei wirtschaftlicher als erneuerbare Energie falsch ist.“

 

Download der TU Wien Studie

Download Erklärung und Interpretation der Studie

Download Infografiken: 

Heizkosten - Gebäudetypen im Vergleich

 

Heizkosten nach Gebäudetyp

 

Heizkosten - Risikoabschätzung nach Heizsystem

 

Heizsysteme und Heizkosten in Österreich

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