17. Februar 2025
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Waldinventur: Holzvorräte gehen erstmals zurück – Aktive Bewirtschaftung dringend notwendig

Laut der aktuellen österreichischen Waldinventur, präsentiert vom Bundesforschungszentrum für Wald (BFW), stagnieren die Holzvorräte in Österreichs Wäldern erstmals seit den 1960er-Jahren. Diese Entwicklung ist vor allem eine Folge des Klimawandels.

Waldinventur: Holzvorräte gehen erstmals zurück – Aktive Bewirtschaftung dringend notwendig

Gleichzeitig ist der Wirtschaftswald weiterhin konstant gewachsen, siehe Grafik:

Ursachen für den Rückgang der Holzvorräte:

  • Weniger Wachstum durch Trockenheit: Das jährliche Waldwachstum sank um 3,4 %, von 29,2 Millionen m³ (2016–2021) auf 28,2 Millionen m³ (2018–2023).
  • Zunahme von Schäden: Häufigere Stürme und Borkenkäferbefall erhöhen die Menge an Schadholz.
  • Hohe Einschlagsrate: Rund 97 % des jährlichen Zuwachses werden geerntet. In Katastrophenjahren kann der Einschlag sogar über 100 % des Wachstums liegen, was zu einem Netto-Rückgang führt.

Hintergrund: Waldfläche und Entwicklung

  • Fast die Hälfte der Fläche Österreichs (48 %) ist mit Wald bedeckt.
  • Seit den 1970er-Jahren wuchs die Waldfläche von 3,75 Millionen Hektar auf 4,02 Millionen Hektar an.
  • Gleichzeitig sind die Bestände älter geworden – und damit anfälliger für Klimaschäden wie Trockenheit, Stürme und Borkenkäferbefall.

Lösung: Aktive Bewirtschaftung und Verjüngung der Wälder
Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung mit gezielter Verjüngung ist entscheidend, um die Wälder widerstandsfähig zu machen und einen kontinuierlichen Zuwachs zu sichern. Nur so bleiben unsere Wälder klimafit und resistent gegenüber den Folgen des Klimawandels.

Holznutzung und Kreislaufwirtschaft: Ein Schlüssel für Klimaschutz

  • Holznutzung bindet CO₂ langfristig: Ältere Bäume sollten rechtzeitig geerntet werden. Ihr gespeicherter Kohlenstoff bleibt in langlebigen Holzprodukten – etwa in Gebäuden – über Jahrzehnte gebunden.
  • Platz für neue Bäume: Gleichzeitig wächst im Wald eine neue Generation von Bäumen nach, die erneut CO₂ aus der Atmosphäre aufnimmt.
  • Pellets aus Reststoffen: Sägerestprodukte wie Späne und Sägemehl werden zu Pellets verarbeitet – ein klimafreundlicher Ersatz für fossile Brennstoffe, der zur Reduktion der CO₂-Emissionen beiträgt.

Bedeutung für die Pelletbranche
Diese Fakten sind für die Argumentation und Positionierung unserer gesamten Branche essenziell. Sie zeigen: Nachhaltige Forstwirtschaft und Holznutzung sind unverzichtbar für den Klimaschutz und die Versorgungssicherheit mit erneuerbaren Energien. Unsere Wälder und die holzbasierte Industrie sind Eckpfeiler beim Thema Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz. Nur gemeinsam können wir Arbeitsplätze sichern, fossile Rohstoffe ersetzen und damit eine nachhaltige Zukunft für Österreichs Wälder schaffen.

Mehr zur aktuellen Waldinventur erfahren Sie hier: Die österreichische Waldinventur

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