Lagersicherheit und Qualität von ENplus Pellets

Was bei Planung, Belüftung, Befüllung und Betrieb eines Pelletlagers zu beachten ist – für eine sichere Lagerung und einen zuverlässigen Heizbetrieb.

Lagersicherheit und Qualität von ENplus Pellets

Pelletlager sicher planen und fachgerecht ausführen

Ein Pelletlager ist ein zentraler Bestandteil einer zuverlässig funktionierenden Pelletheizung. Damit Lagerung, Befüllung und Betrieb sicher und störungsfrei funktionieren, müssen bereits bei der Planung folgende Anforderungen berücksichtigt werden:

  • eine geeignete Zufahrt für das Lieferfahrzeug
  • ein gut erreichbarer Befüllstutzen
  • ein trockener und staubdichter Lagerraum
  • eine normgerechte Belüftung

Sicherheit beginnt bei der richtigen Belüftung

Holzpellets bestehen aus verdichteten Holzspänen. Durch natürliche Reaktionen des organischen Materials mit Sauerstoff können geringe Mengen Kohlenmonoxid (CO) entstehen. Eine ausreichende Belüftung des Pelletlagers ist deshalb entscheidend, damit sich CO nicht im Lager anreichern kann.

Ein fachgerecht geplantes und normgerecht errichtetes Pelletlager muss eine zuverlässige und kontinuierliche Luftzirkulation nach außen gewährleisten.

Für Lager bis 15 Tonnen gelten je nach Ausführung unterschiedliche Anforderungen. Bei Befüllleitungen ins Freie erfolgt die Belüftung beispielsweise über belüftete Befüllstutzendeckel. Befinden sich die Befüllleitungen innerhalb des Hauses, muss eine entsprechende Belüftungsöffnung beziehungsweise eine eigene Belüftungsleitung ins Freie vorgesehen werden.

Für Lager mit mehr als 15 Tonnen sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich. Grundlage dafür ist die ISO 20023.

Ist ein CO-Melder notwendig?

Ein CO-Melder ersetzt eine fachgerechte Planung und normgerechte Belüftung nicht. Wird dennoch ein CO-Melder eingesetzt, sollte dieser hochwertig und kalibriert sein. Er darf nicht direkt im Pelletlager angebracht werden, sondern beispielsweise im angrenzenden Gang oder Heizraum.

Reibungslose Befüllung schützt die Pelletqualität

Auch die Gestaltung der Befüllung hat Einfluss auf einen zuverlässigen Heizbetrieb. Pellets sollten vom Lieferfahrzeug mit möglichst wenigen Richtungsänderungen ins Lager eingeblasen werden.

Enge Rohrbiegungen, Schrauben oder Kanten in der Befüllleitung sowie eine falsch positionierte Prallschutzmatte können dazu führen, dass Pellets stärker aufgerieben werden. Dadurch entsteht unerwünschter Feinanteil. Eine fachgerecht ausgeführte Befüllung trägt daher wesentlich zu einem komfortablen und störungsfreien Heizbetrieb bei.

Die Befüllstutzen müssen gut zugänglich sein und dürfen maximal zwei Meter über dem Bodenniveau der Befüllseite liegen. Außerdem sollen sie mindestens 20 Zentimeter unterhalb der Lagerdecke angebracht werden.

Die Anschlüsse müssen metallisch und verdrehsicher ausgeführt sowie mit einem Potentialausgleich versehen sein. Einblas- und Absaugstutzen sind eindeutig zu kennzeichnen.

Der klassische Lagerraum

Ein Pelletlager kann beispielsweise dort eingerichtet werden, wo zuvor ein Öltank untergebracht war. Dabei sind einige grundlegende Anforderungen zu beachten:

  • Mauerwerk und Boden müssen stabil und trocken sein
  • Der Lagerraum muss staubdicht ausgeführt werden
  • Türen beziehungsweise Luken benötigen eine entsprechende Abdichtung
  • Die Tür muss nach außen zu öffnen sein
  • Auf der Innenseite der Türöffnung müssen Holzbretter oder Pfosten angebracht werden, damit die Pellets nicht gegen die Tür drücken
  • Elektrische Anlagen, Beleuchtung, Steckdosen und Schalter sind im Lagerraum nicht zulässig
  • Leitungen müssen unter Putz oder geschützt verlegt werden
  • Der Lagerraum muss normgerecht belüftet werden

Regelmäßige Reinigung nicht vergessen

Je nach Lagerart sollte das Pelletlager etwa alle zwei Jahre vollständig entleert und gereinigt werden. Dadurch können Ablagerungen und Feinanteile entfernt und gute Voraussetzungen für einen zuverlässigen Heizbetrieb geschaffen werden.

Auf geprüfte Pelletqualität achten

Achten Sie auf die Verwendung von ENplus® Pellets. Das Zertifizierungssystem steht für kontrollierte Qualität von der Produktion bis zur Lieferung.

ENplus® Pellets bieten:

  • einen hohen Heizwert für eine gute Energieausbeute,
  • eine saubere Verbrennung mit weniger Rückständen,
  • beste Voraussetzungen für eine lange Lebensdauer von Kessel und Ofen.

Normen und Richtlinien im Blick behalten

Für die sichere Planung und Ausführung eines Pelletlagers sind insbesondere folgende Regelwerke relevant:

  • EN ISO 20023 – Norm für die sichere Lagerung von Holzpellets
  • OIB-Richtlinie Brandschutz OIB-330.2-029/2 – Mindestanforderungen an den baulichen Brandschutz
  • TRVB 118/16 „Automatische Holzfeuerungsanlagen“ – brandschutztechnische Mindestanforderungen für Errichtung und Betrieb entsprechender Anlagen

Gut geplant ist sicher gelagert

Ein gut geplantes Pelletlager schafft die Grundlage für eine sichere Lagerung, eine problemlose Anlieferung und einen zuverlässigen Heizbetrieb. Besonders wichtig sind eine normgerechte Belüftung, eine fachgerechte Befüllung, ein trockener und staubdichter Lagerraum sowie die regelmäßige Reinigung.

Die Informationen bieten einen ersten Überblick und ersetzen keine Fachplanung. Für eine professionelle und normgerechte Umsetzung sollte ein Installateur oder ein entsprechender Spezialbetrieb hinzugezogen werden.

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