17. Februar 2025
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Pelletpreise und Verfügbarkeit – West-Ost Gefälle

Starke Nachfrage nach den Feiertagen
Die kalten November- und Weihnachtswochen führten zu einer deutlich erhöhten Nachfrage. (Hier gehts zur Grafik der Heizgradtage). Viele Händler hatten aus den Erfahrungen, die sie im Jahr 2023 gemacht hatten – als die Pelletpreise im dritten und vierten Quartal niedriger waren als im Frühjahr – gelernt und auf umfangreiche Vorratslager verzichtet. Diese Zurückhaltung beim Lageraufbau machte sich in den letzten Wochen deutlich bemerkbar. Diese Zurückhaltung beim Lageraufbau machte sich in den letzten Wochen deutlich bemerkbar.

Quelle: Hawkings Wright | Die Kälteperiode führte zu einer erhöhten Nachfrage nach Pellets

Verringerte Produktionsmengen in Deutschland, Schweiz und West-Österreich 
Zusätzlich wirkte sich eine verringerte Pelletproduktion mit Jahresbeginn auf die Verfügbarkeit aus. Gründe dafür waren reduzierte Produktionsmengen in Deutschland, der Schweiz und im Westen Österreichs durch:

  • Betriebsschließungen in Deutschland und der Schweiz
  • längere Weihnachtsurlaube in den Produktionsstätten
  • reduzierte Einschnittsmengen, auch aufgrund schleppender Rundholzversorgung

Bei uns bleiben die aktuellen Preissteigerungen im üblichen Rahmen saisonaler Schwankungen. Solche Entwicklungen können zukünftig die Bedeutung frühzeitiger Einlagerungsaktionen unterstreichen. Die monatliche Preisentwicklung finden Sie auf unserer Homepage, die jeweils am 20. des Monats aktualisiert wird.

In Deutschland beeinflussen Rohstoffengpässe und kaltes Wetter die Marktlage deutlich mehr. Trotz insgesamt hoher Produktionsraten kam es in Mitteldeutschland aufgrund von Rohstoffmangel zu Produktionsrückgängen. Steigende Holzpreise und ein angespanntes Marktgleichgewicht führten zu einem deutlichen Anstieg der Werksabgabepreise (ex-works): Diese lagen bei EUR 250–270/t, ein erheblicher Sprung gegenüber EUR 170–180/t im Dezember. Auch die Einzelhandelspreise stiegen entsprechend. Laut DEPI betrug der Preis im Januar EUR 306/t, was einem Monatsanstieg von 7 % entspricht. Die hohen Preise in Deutschland wirkten sich auf benachbarte Märkte aus:

  • In Frankreich stiegen die ex-works-Preise im Osten des Landes auf EUR 230–270/t (Vormonat: EUR 210–220/t). In anderen Regionen blieben die Preise stabil.
  • Italien verzeichnete ebenfalls Preissteigerungen: Deutsche und österreichische Lieferanten verlangten EUR 270–280/t (Dezember: EUR 245–250/t). Während es vereinzeltes Kaufinteresse gab, hielten die hohen Preise einige Abnehmer zurück.
Quelle: Hawkings Wright | Vergleich der Pelletpreise ausgewählter europäischer Länder

Internationale Warenflüsse
Die Tabelle bietet eine kompakte Übersicht über die Import- und Exportmengen von Holzpellets für europäischer Länder. Die Daten ermöglichen einen direkten Vergleich zum Vorjahreszeitraum und verdeutlichen, wie sich die europäischen Warenströme entwickelt haben und welche Länder besonders stark von Zu- oder Abflüssen betroffen sind.

Quelle: Hawkins Wright | Überblick über die internationalen Warenflüsse von Pellets

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