Saubere Verbrennung

Emissionstrends von Luftschadstoffen in Österreich

Die Ergebnisse der Österreichischen Luftschadstoff-Inventur, die das Umweltbundesamt jährlich ermittelt, zeigen einen sehr erfreulichen Trend, nämlich deutlich rückläufige Emissionen sämtlicher Schadstoff-Emissionen seit 1990. Einzige Ausnahme ist Ammoniak (NH3), das hauptsächlich aus der Landwirtschaft stammt und einen leichten Anstieg der Emissionen zu verzeichnen hat. Vergleich der Emissionen 2019 mit 1990

Die Luftqualität in Österreich konnte in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert werden. Dies wurde durch ein Bündel an Maßnahmen erreicht: Fossilen Brennstoffen wurde Entschwefelung vorgeschrieben, Kraftfahrzeugen Abgas-Katalysatoren, Kraftwerken und Industriebetrieben Entstickungs- und Entstaubungsmaßnahmen, einzelne fossile Energieträger (Kohle, Heizöl schwer,…) konnten weitgehend aus dem Markt verdrängt werden. Verbesserte Effizienz und moderne, geregelte Verbrennungstechnologien bei der Bereitstellung von Raumwärme (beispielsweise Pelletstechnologien) ersetzten veraltete Technologien mit hohen Emissionen (Allesbrenner, Kohle- und Ölkessel,…). In Summe ist dieser Trend bei den Luftschadstoffen sehr erfreulich, es bleibt aber noch einiges zu tun. 

Im Bereich der Bereitstellung von Energie für Raumwärme und Warmwasser – dem sogenannten Sektor „Kleinverbrauch“ – weist Österreich im internationalen Vergleich einen hohen Anteil an Holzfeuerungen auf. Dies ist günstig für die CO2 -Bilanz. Die Emissionsmengen der klassischen Luftschadstoffe des Sektors Kleinverbrauch konnten von 1990 bis 2019 generell reduziert werden: von CO um 43%, von NMVOC um 44%, von SO2 gar um 96%.

Es ist aber wichtig, die noch bestehenden veralteten Anlagen und den Bestand an alten fossil betriebenen Heizkesseln, die hohe spezifische Emissionen von gewissen Schadstoffen und von Feinstaub aufweisen, durch moderne Anlagen zu ersetzen. Für die Emissionen aus dem Sektor Kleinverbrauch sind neben technisch veralteten oder überdimensionierten Holzfeuerungen (z. B. sogenannten „Allesbrenner“-Kesseln) die falsch bedient und mit ungeeigneten Brennstoffen befeuert werden, auch mit fossilen Brennstoffen betriebene Heizkessel verantwortlich. Der österreichische Bestand an Ölkesseln ist teilweise mehrere Jahrzehnte alt. Moderne Pelletsanlagen lösen diese Emissionsprobleme.

Übersicht der klassischen Schadstoffe

Einen Überblick über Emissionen und ihre Vermeidung gibt die Studie des Umweltbundesamtes „Biomasseheizungen und Luftqualität“: https://www.umweltbundesamt.at/fileadmin/site/publikationen/dp180.pdf



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