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26. Juni 2026
News und Blog

Hitzewelle 2026: 6 Tipps, die wirklich helfen

Österreich erlebt gerade eine der intensivsten Hitzewellen seit Jahrzehnten. Die GeoSphere Austria hat für das kommende Wochenende die höchste Wetterwarnstufe für den Nordosten Österreichs ausgerufen – Temperaturen von bis zu 40 Grad sind keine Übertreibung mehr, sondern Prognose. Aktuelle Umfragedaten der Gesundheit Österreich zeigen: 6 von 10 Menschen haben wegen der Hitze Schlafprobleme, über die Hälfte fühlt sich weniger leistungsfähig. Was tun? Wir haben die wichtigsten Maßnahmen zusammengestellt – und räumen dabei mit einem verbreiteten Irrtum auf.

Hitzewelle 2026: Was jetzt wirklich hilft – und was nicht

1. Fenster zu – auch wenn es sich falsch anfühlt

Der häufigste Fehler bei Hitze: Fenster öffnen in der Hoffnung auf Abkühlung. Sobald die Außentemperatur höher ist als die Temperatur im Haus, gelangt mit der einströmenden Luft zusätzliche Wärme ins Gebäude – besonders in den Mittags- und Nachmittagsstunden kann sich das Haus dadurch noch stärker aufheizen. Richtig lüften heißt: zwischen Abend und frühem Morgen – wenn die Luft draußen kühler ist als im Raum – mehrere Stunden lüften, am besten mit Durchzug über gegenüberliegende Fenster.

2. Außenliegender Sonnenschutz ist kein Luxus 

 Rollläden oder Jalousien, die außen befestigt sind, lassen im Schnitt nur ein Drittel der Wärme durch – eine Innenjalousie lässt dagegen etwa drei Viertel der Sonnenwärme durch. Wer keine Außenrollos hat: Helle, blickdichte Vorhänge sind besser als gar keine Verdunklung. Je nach Sonnenstand sollte morgens die Ostseite, mittags die Südseite und nachmittags die Westseite der Wohnung abgedunkelt sein.

3. Interne Wärmequellen ausschalten 

 Elektronische Geräte im Standby-Modus, der Backofen, der Wäschetrockner – sie alle heizen den Raum unnötig auf. Große Elektrogeräte wie Backofen, Trockner oder Staubsauger sollten auf kühlere Tageszeiten verschoben werden. Teppiche weg, Kissen von der Couch – auch Textilien speichern Wärme und geben sie ab.

4. Trinken – aber richtig 

 Besonders wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens zwei bis drei Litern täglich – am besten Wasser, ungesüßter Tee oder stark verdünnte Fruchtsäfte. Mineralwasser statt Softdrinks, weil der Körper mit dem Schweiß nicht nur Wasser, sondern auch Mineralstoffe verliert. Ein unterschätzter Klassiker: Ayran (Naturjoghurt, Mineralwasser, Prise Salz) – erfrischend und mineralstoffreich zugleich.

5. Kalt duschen? Lieber nicht 

Durch einen Kälteschock beginnt der Körper, sich aufzuwärmen, um wieder auf Normaltemperatur zu kommen – wir schwitzen dadurch mehr. Besser: lauwarm duschen. Für den Schlaf hilft eine Wärmflasche mit Eiswasser – besonders an den Füßen oder im Nackenbereich. 

6. Auf gefährdete Personen achten 

Im Alter lässt die Schweißdrüsenaktivität nach, gleichzeitig nimmt das Durstgefühl ab – ältere Menschen, die allein in überhitzten Wohnungen leben, können rasch in eine gefährliche Dehydrierung geraten, ohne es rechtzeitig zu bemerken. Wer ältere Nachbar:innen oder Angehörige hat: jetzt nachfragen, ob alles in Ordnung ist. 

Wichtig: Bei starker Hitzebelastung steht das österreichweite Hitzetelefon unter 0800 880 800 kostenlos zur Verfügung. Bei ernsthaften Beschwerden immer ärztliche Hilfe suchen.

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